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schräg drauf ;)

Seit dem ich die “Herbstwaldwolle” von Drops schräg verarbeitet habe (erst gestrickt, geribbelt und dann gehäkelt), lässt mich diese Art der Verarbeitung nicht mehr los.

Nach der gehäkelten Jacke folgte ein Pullover, den ich über die gesamte Breite schräg gestrickt habe:

pullover

Hier habe ich mit 2 Fäden Krausrippen gestrickt. 1 Faden Alpaka in einem Braunton und 1 Faden Delight mit Farbverlauf.

In der Zwischenzeit habe ich mich dann auch mal “getraut” meine gehäkelte Jacke zu filzen (war ja aus 100 % Schurwolle gefertigt).
Ich hätte nicht gedacht, dass sich diese Jacke noch derart zusammen ziehen kann … Ich möchte mal behaupten sie ist von Größe 44 auf Größe 36 geschrumpft Erstauntes Smiley Mir blieb nichts anderes übrig, als die Ärmel abzuschneiden und eine Weste daraus zu machen; wobei man die Ärmel noch als Stulpen verwenden kann:

weste_stulpen

Nach diesem Missgeschick habe ich jetzt noch mal angefangen eine Jacke schräg zu stricken. Ich habe 2 Farbtöne und mich dazu entschlossen, ein Colorblocking zu machen. Unten Hellgrau und oben Hellbeige:

strickjacke_vorne

Was mir besonders gut am schräg stricken/häkeln gefällt, ist die Tatsache, dass man keine Maschenproben machen muss! Ist die gewünschte Breite erreicht, ändert man einfach die Richtung.

strickjacke_hinten

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häkeln * stricken * filzen

Wenn man nicht gerade, wie beim Hausschuhe strickfilzen, Größentabellen zur Hand hat, ist strick- bzw. häkelfilzen ja fast reine Glückssache.
Nun gut … es gibt da so eine Faustformel, die besagt, dass das gefertigte Stück ca. 20 bis 30 % schrumpfen wird.
Also fertigt man die entsprechenden Teile 20 bis 30 % größer.

Bei meiner häkelgefilzten Handytasche hab ich es ganz gut getroffen:

handytasche_vorher

handytasche_nachher

Die Tasche habe ich zusammen mit den Topfhandschuhen (gestrickt) in der Maschine gefilzt, da ich ja wissen wollte, wie sich die Big Delight von Drops verhält.
Ich glaube aber, dass ich das Ergebnis nicht für meine zuletzt gehäkelte Jacke heranziehen kann, da diese ja aus wesentlich mehr Wolle besteht und sie allein aus diesem Grund weniger verfilzen wird.
Wenn ich mich irgendwann einmal traue, die Jacke zu filzen, lass ich es Euch wissen.

Die Topfhandschuhe sind wie erwartet geworden:

handschuh_gefilzt

Der Daumen bei dem rechten Handschuh ist etwas besser geworden; hier hatte ich die Maschen von der 3. Nadel abgekettet (beim linken von der 1. Nadel).

Sie sind auch schon einsatzerprobt Zwinkerndes Smiley

handschuh_einsatz

Alles bestens … vom heißen Blech merkt man absolut gar nichts.

Falls Ihr die Topfhandschuhe nacharbeiten möchtet findet Ihr hier unter mein-Youtube-Kanal eine Videoanleitung, bzw. den Link dorthin.

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2 kleine Mäuschen

Ich hatte gestern eine Filzdeko in den Hausflur gestellt und da fragte mich meine Nachbarin, ob ich für ihre Kleine mal ein Mäuschen filzen könnte. Klar kann ich … bin ja immer dankbar für Aufträge Smiley mit geöffnetem Mund

Hab ich mich also gleich dran gesetzt und für die kleine Maus ein Mäuschen gefilzt:

mäuschen_1

Kurz bevor ich fertig war, entdeckte mein Sohn das Mäuschen und beschloss, dass er auch eins haben müsste. Aber bitte schön die Maus Nr. 1. Er war der Meinung, dass eine 2. Ausfertigung nur schlechter werden könnte und spielte dabei auf seinen “Tutefanten” an.

Maus Nr. 1 hatte meine Nachbarin aber schon gesehen, als ich noch ein paar Details abklären wollte. Also musste eine neue Maus her … Nr. 2 eben …

mäuschen_2

Bleibt noch abzuwarten, ob sie wirklich schlechter ist, als Nr. 1 (ich finde ja nicht). Jedenfalls habe ich mir größte Mühe gegeben, dass sie der ersten sehr ähnlich sieht.

maus1_front    maus2_front

maus1_seite   maus2_seite

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Miniatur Schafe nadelfilzen

Aufgrund der Entdeckung des lieben Bastelschafes in DIESEM Beitrag, genauer gesagt, das “Schaf im Glas”, sah ich mich veranlasst, mal wieder die Filznadel in die Hand zu nehmen und ein Miniaturschaf zu filzen.

Nach ein paar Probeexemplaren habe ich die, für mich beste Methode, als Video festgehalten:

zu sehen HIER (auf das Bild klicken)

minischafherde

Die Herde wächst und ich werde noch ein paar mehr machen. Und das nicht ohne Grund:

Die Schafe wandern in einen Lostopf! Ihr habt bis Ende des Monats Zeit, es selbst zu versuchen; und wenn das so gar nicht gelingen will, könnt Ihr an der Verlosung teilnehmen, indem Ihr hier im Post einen Kommentar, z.B. “ich will eins haben”, hinterlasst.
Anfang November werdet Ihr dann sehen, ob Euch das Glück holt war Smiley

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Jeanshose + Filzwolle = Tasche

Bei der dritten Kinderjeanshosentasche (tolles Wort) habe ich mal mit Filzwolle experimentiert … Und das ist auch der Grund, warum Henry zurzeit ohne Arme und Beine sein muss. Allerdings sei erwähnt, dass das Taschenprojekt vor Henry geboren wurde.

Und so schaut das Resultat aus:

JeansFilzTasche1JeansFilzTasche2

Den Futterstoff musste ich komplett mit der Hand einnähen, da meine Maschine bei einem Versuch wieder so komische Geräusche gemacht hat und ich nicht erneut Geld für ne Reparatur ausgeben wollte.

JeansFilzTasche4

Ich traue dem Schulterriemen nicht sooooo 100 %ig, daher habe ich mal diese tollen Tragehenkel angebracht, die einfach angeklipst werden können … demnach kann man sie auch ganz schnell wieder abmachen.

JeansFilzTasche3

Wie ich die Filzwolle an die Jeanshose bekommen habe, könnt Ihr euch auf den folgenden Bildern anschauen:

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Pilze häkelfilzen

Ist jetzt zwar absolut nicht die Jahreszeit dafür, aber Sohnemann braucht in der Schule für eine Aufführung ein paar Pilz-Requisiten.

Also habe ich Filzwolle, Häkelnadel Nr. 8 und eine Filznadel genommen und diese hier gefertigt:

pilze1

Nach dem Häkeln habe ich sie mal mehr, mal weniger, mit der Nadel gefilzt. Und dass man die Struktur der Maschen noch erkennen kann, verleiht dem Pilz etwas “Lebendiges” (wie ich finde).

pilze2

Eigentlich wollte ich sie auf der Wiese fotografieren; aber das Wetter spielte heute nicht mit und im Blumenkasten war auch nur Platz für einen Pilz

Smiley mit geöffnetem Mund

Für den Stiel habe ich 3 Steigeluftmaschen und 9 Stäbchen in einen magischen Ring gehäkelt, KM und 2 weitere Runden gehäkelt. In der 4. Runde habe ich dann jede 3. Masche 1 zugenommen.

Bei den Kappen war die 1. Runde gleich. In der 2. habe ich dann jede 2. und in der 3. Runde jede 3. Masche eine zugenommen. Als 4. Runde wurden dann noch 20 feste Maschen gehäkelt.
In die Unterseite habe ich weiße, kardierte Filzwolle eingestochen (kann man auf den Bildern nicht sehen).

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Filzwolle-Luftmaschen-Kranz

Eigentlich wollte ich Filzschnüre anfertigen, was man ja neuerdings mit einer Strickgabel machen soll. Dass ich mir die nicht extra anschaffe, war mir von vornherein klar und so habe ich stattdessen 2 Fäden einer Strickfilzwolle mit einer 8er Häkelnadel zu einer Luftmaschenkette verarbeitet. Danach wollte ich diese ursprünglich in der Maschine filzen; dachte jedoch, dass sie auch so ganz gut am Kranz aussehen könnten und habe sie ungefilzt darum gewickelt. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass sie nicht schrumpfen und länger sind 😉

Bei dem Kranz handelt es sich um einen Strohkranz, den ich vom letzten Jahr noch übrig hatte. Die Schnüre machen sich aber auch sehr gut an einem Weidenkranz (dort jedoch nicht so dicht gewickelt). Diesen werde ich mir sehr wahrscheinlich noch besorgen und dann hier auch mal zeigen.

Als Pilzdeko wollte ich einen braunen nehmen (oder 2), aber die sind leider im Kinderzimmer „verschwunden“ und nicht auffindbar. Weiß nicht, ob es sich noch lohnt, aber vllt. mache ich auch noch ein paar herbstliche Blätter mehr dazu (die zwei auf der Abbildung sind auch nur Versuchsobjekte).

Aber nun seht selbst 😉

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Trockenfilzen: wieso, womit und wie??? Teil 3

w i e s o ?

Weil es süchtig macht 😀 Einmal damit angefangen, kann man nicht mehr aufhören (vielleicht hätte ich diesen Hinweis in Teil 1 erwähnen sollen).

w o m i t ?

An Wolle brauchen wir heute die Farben Weiß, Hellgelb und ein „angenehmes“ Braun (nicht zu hell und nicht zu dunkel). Wer lieber einen Fliegenpilz machen möchte, der braucht natürlich nur weiße und rote Wolle.
Der abgebildete Pilz stammt aus der Sammlung meines Sohnes und dient als Vorlage.


w i e ?
machen wir einen Pilz

Unser Pilz besteht aus zwei Teilen. Wir fangen mit dem Unterteil (Stengel) an und nehmen dazu etwas von der weißen Wolle. Er sollte anschließend unten etwas dicker sein, als oben. Damit der Pilz abschließend über Standfestigkeit verfügt, stechen wir als Letztes noch einige Male in die Unterseite (so dass sie einigermaßen glatt ist).

    



Danach wenden wir uns dem Oberteil zu. Zunächst verwenden wir hierfür die braune Wolle. Damit sich zum Schluss eine Art Hutform ergibt drücken wir die Seiten leicht zusammen und bearbeiten die innenliegende Fläche etwas energischer (so dass es fast wie ein Nest aussieht).





Wenn Ihr damit zufrieden seid, kommt auf die Unterseite des Hutes jetzt noch etwas von der gelben Wolle. Nehmt zuerst wenig; Ihr könnt immer noch nachlegen, wenn es nicht reicht (siehe Bilder). Lasst den Zufall über die Form entscheiden; es muss nicht kreisrund und gleichmäßig werden (ist ja in natura auch nicht so).
Wenn die Fläche weitestgehend abgedeckt ist, in die äußeren Seiten stechen und einzelne gelbe Fransen noch mit einarbeiten. Um die Hutform wieder herzustellen abschließend nochmals energisch in die Mitte stechen.




Abschließend werden nun die beiden Teile zusammengesetzt.




Und so könnte dann ein Fliegenpilz aussehen: