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Faschingskostüm Sindbad

WIR haben fertig. Warum ich “wir” so betone? Dieses Jahr hat meine Freundin selbst genäht und ich stand mit Ideen, Rat und Tat nur zur Seite.

Hier erst mal “Sindbad” in seiner ganzen Pracht:

sindbad_1

Angefangen haben wir mit den Schuhen, die eigentlich gar keine sind; es handelt sich um eine Art Gamaschen, die statt Sohle umlaufend ein Gummi eingenäht haben und sich somit um Filzpuschen schmiegen.

Sindbad_schuhe

Bei der Weste haben wir den Schnitt eines Originals auf Seidenpapier übertragen. Die Hose ist Pi-mal-Daumen entstanden. Wir haben den Stoff so gelegt, dass wir seitlich keine Nähte hatten und den Schritt tief angesetzt. Die Länge kann variieren, da die Säume ebenfalls mit Gummiband bestückt sind. Und wenn man diese (so wie auf dem Bild zu sehen ist) bis etwas unterhalb des Knies hoch zieht, fällt der Stoff darunter schön “plusterig”.
Der obere Bund ist mit einem Streifen des Schuhstoffes umnäht, der aber ca. die doppelte Länge des Bundes hat und seitlich übersteht, so dass man die Weite mit einem Knoten ganz gut regulieren kann.

Beim Turban haben wir ein wenig “gemogelt”. Wir haben einen breiten Stoffstreifen (ca. 1,50 m lang und 30 cm tief) der Länge nach zugenäht, so dass es ein Schlauchschal in ca. 15 cm Breite war und den Kopfumfang mittig abgesteckt; hiervon eine kurze Seitennaht geschlossen, Füllwatte rein und die andere Seitennaht zugenäht. Hinten war dann noch genug Schlauchschal zum knoten übrig. Oberhalb dieses Kranzes hatten wir zunächst einen Kreis angenäht. Das fanden wir aber beide zu platt. Also wurde noch ein Kreis draufgenäht, der ebenfalls mit etwas Füllwatte gepolstert wurde.

Sindbad_Turban

 

Also ich finde es sehr gelungen und meine Freundin ist natürlich stolz wie Oscar … zu Recht Smile

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Trägerrock mit Schürze (Kostüm)

Eeeeeendlich hat mich mal jemand gefragt, ob ich bei einem mittelalterlichen Kostüm behilflich sein kann.
Dieses Thema fällt eindeutig in die Kategorie “wollte ich schon immer mal tun”.

Also habe ich mal meinen Schreibtisch aufgeräumt, damit meine Nähmaschine dort Platz findet und ich nicht in der Küche immer alles hin und her räumen muss (das ist bisher der Grund gewesen, warum ich mich so selten dran setze).

Es sollte ein Kostüm für eine Magd werden.
Zur Verfügung standen 2 Stoffe von alten Vorhängen.

trägerrock_vorne

Zunächst habe ich den Rock aus einem rechteckigen Stück mit einigen Abnähern in Form gebracht. Da die seitlichen Enden schon gesäumt waren, habe ich beschlossen, diese als rückwärtige Naht zu verwenden. Damit man den Rock auch über den Po und die Hüften bekommt, habe ich einen verdeckten Reißverschluss eingenäht.

Für die Schürze habe ich die komplette Breite eines Vorhanges in Falten gelegt und mit einer geraden Naht fixiert. Die untere Saumkante des Vorhanges habe ich einfach abgeschnitten, um sie zum Binden zu verwenden. Allerdings hatte ich die Vorstellung einer großen Schleife im Kopf und dafür hätte ein Band nicht gereicht. Daher habe ich ein 2. Band, gleicher Länge, genäht.

trägerrock_hinten

Die Träger vom Rock habe ich hinten so angenäht, dass man die Bänder von der Schürze durchziehen kann, um die Weite noch etwas regulieren zu können.

Statt Träger sollte es eigentlich eine Korsage geben. Aber da habe ich mich irgendwie total vermessen.

Korsage

Jetzt könnte man aber auch der Meinung sein, das Ganze gehört eher zu einem Dienstmädchen Anfang des 19. Jahrhunderts.
Egal … die Freundin meiner Freundin ist begeistert … und das ist doch die Hauptsache. Ich hoffe, ich bekomme dann auch noch ein Tragefoto vom kompl. Kostüm, samt Haube und Bluse.

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